
Biografie
Die Sopranistin Annika Sandberg wurde in Stockholm, Schweden, geboren und schloß 2019 ihr Bachelorstudium an der Opernhochschule Stockholm ab. Danach zog sie nach Salzburg, um ein Masterstudium in Lied und Oratorium bei Wolfgang Holzmair (Lied) und Andreas Macco (Gesang) zu absolvieren.
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Im Juni 2024 wurde Sandberg mit dem Mozart-Preis bei der Wilhelm Stenhammar International Music Competition ausgezeichnet, und gemeinsam mit der Pianistin Juliane Sophie Ritzmann gewann sie im Oktober 2023 den 1. Preis beim „Großen Liedpreis von HIDALGO“ in München. (Nur wenige Wochen zuvor erreichte das Duo das Semifinale beim Internationalen Schubert Wettbewerb in Dortmund.) Sandberg war zudem die erste Gewinnerin des Dalasolist-Wettbewerbs in Schweden und hatte im Oktober 2015 die Ehre, als Solistin mit dem Dalasinfoniettan aufzutreten.
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Im Sommer 2019 gab Sandberg ihr internationales Debüt, als sie die Titelrolle in Flotows Oper Martha an der Kammeroper Schloss Rheinsberg sang. Eine Rolle, zu der sie im Frühjahr 2025 am Salzburger Landestheater zurückkehrte. Im selben Jahr nahm sie an der Produktion von Offenbachs „Fantasio“ im Läckö Schloss in der Rolle des Facio teil. Unter der Regie des Salzburger Landestheaters war sie auch als eine der Brautjungfern in Webers Oper „Der Freischütz“ in der Felsenreitschule im Salzburger Festspielhaus 2024 zu sehen.
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Während ihrer Studium an der Opernhochschule Stockholm übernahm sie Rollen wie die Zerlina in Mozarts „Don Giovanni“ an der Wermland-Oper, die Eurydike in Glucks „Orpheus und Eurydike“ sowie die Cis in Brittens Oper „Albert Herring“ am Hugoteatern der Opernhochschule Stockholm. Im Jahr 2015 debütierte sie in der von der Kritik gefeierten Oper „Silverfågeln“ von Mats Larsson Gothe in der Vattnäs-Konzertscheune, wo sie die Rolle der Linnéa, Jussi Björlings „erste Liebe“, verkörperte.
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Sandberg war auch häufig in Konzerten zu hören, unter anderem als Solistin in Brahms’ „Ein Deutsches Requiem“ mit dem Chor und Orchester der Universität Mozarteum unter der Leitung von Jörn Andresen, in Orffs „Carmina Burana“ mit dem Universitätschor Dresden unter der Leitung von Christiane Büttig und in Bachs “Messe in H-moll” mit dem S:t Johannes-Kammerchor in Malmö unter der Leitung von Christian Schultze.
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Neben dem Opernrepertoire hat Sandberg eine Vorliebe für Liedgesang und arbeitet regelmäßig im Lied-Duo zusammen. Im Februar 2026 veröffentlichte sie gemeinsam mit der Pianistin Chiara Schmidt und dem Plattenlabel Footprint Records ihr Debütalbum „Summer of the Sea“, bestehend aus Ture Rangströms Zyklus „Havets sommar“ (Summer des Meeres) und Gösta Nystroems „Själ och Landskap“ (Seele und Landschaft) - eine poetische Hommage an den schwedischen Schärengarten und das Meer.
Im Winter 2026 unternahm sie gemeinsam mit dem Pianisten Daniel Beskow eine Tournee mit einer neuen schwedischen Übersetzung von Schuberts „Die Winterreise“; zu den Höhepunkten zählten das Sara Kulturhus in Skellefteå, das Kulturens Hus in Luleå und die schwedische Botschaft in Wien. Die Übersetzung stammt von Maria Tellander und wurde von Annika Sandberg überarbeitet und an die Musik angepasst.